Was Materialausnutzung aussagt
Die Flächenausnutzung ist der Anteil der Schnittteilflächen an der betrachteten Materialfläche. Belegen Teile mit insgesamt 8 m² eine Bahnfläche von 10 m², beträgt die geometrische Ausnutzung 80 %. Das allein beschreibt jedoch noch nicht alle Kosten oder Verluste.
Die richtige Bezugsfläche wählen
Halte fest, ob du die gesamte Rollenbreite oder nur die nutzbare Breite verwendest. Webkanten, Anschnitt, Fehlerstellen und Reststücke können die Betrachtung verändern. Vergleiche nur Ergebnisse mit derselben Definition.
Randbedingungen vor dem Vergleich fixieren
Die gleiche Teileliste muss bei beiden Verfahren dieselben Mengen und Regeln verwenden. Eine scheinbar bessere Lösung kann unbrauchbar sein, wenn sie Teile gegen den Flor dreht oder wichtige Abstände unterschreitet.
- Materialbreite und Randabstände gleich halten
- Drehung, Spiegelung und Fadenlauf identisch festlegen
- Mengen und vollständige Artikelsätze vergleichen
- Rechenzeit und manuelle Bearbeitungszeit getrennt erfassen
Ein Prozentpunkt ist keine Prozentersparnis
Eine Verbesserung von 75 % auf 80 % bedeutet fünf Prozentpunkte mehr Ausnutzung. Bei unveränderter Netto-Teilefläche sinkt der Flächenbedarf rechnerisch um 6,25 %: 1 − 0,75 / 0,80. Der Materialrechner verwendet genau diese Beziehung und zeigt seine Annahmen.
Ergebnis und Herstellung zusammen bewerten
Berücksichtige auch Handhabung, Bündelbildung und Restmaterial. Eine kompakte Schnittlage kann im nächsten Prozessschritt mehr Aufwand erzeugen. Bewerte deshalb den gesamten Auftrag und dokumentiere, welche Verbesserung tatsächlich gemessen wurde.